George Orwell: 1984

Vorgestellt von Anna Niedieck

times 01.05.18: Buch fahrvoll, regen Denk, eliminieren

Die oben stehende Zeile ist in Neusprech verfasst, der Amtssprache in George Orwells Dystopie „1984“, die erdacht wurde um die Sprache so weit zu beschränken, dass Widerstand gegen das Regime nicht mehr möglich ist. Sie liegt heute Morgen mit einem alten, verstaubten Exemplar des entsprechenden Buches auf meinem Schreibtisch, wartet auf Bearbeitung und bedeutet im Wesentlichen, dass das Buch gefährlich ist, da es zu eigenständigem Denken anregt und somit zu eliminieren ist. Sofort ist meine Neugierde geweckt. Dass diese Nachricht ausgerechnet bei mir, Winston Smith, auf dem Schreibtisch im Ministerium für Wahrheit landet, das sich darum kümmern soll, die Geschichte so zu verfälschen, dass jede Prognose, die die Partei jemals ausgesprochen hat, der Wahrheit entspricht, ist Ironie des Schicksals. Wenn sich beispielsweise Ozeanien, wo ich lebe, mit Ostasien im vermeintlichen Krieg befindet, so muss es laut Papieren schon immer so gewesen sein, auch wenn sich Ozeanien tatsächlich noch eine Woche zuvor mit der anderen Supermacht Eurasien im Krieg befunden und mit Ostasien verbündet war.

Von mir kann ich behaupten, dass ich ein eigenständig denkender Mensch bin, der zwar seinen Aufgaben nachkommt, aber immer wieder „Gedankendelikte“ begeht, indem ich das System hinterfrage und Tagebuch zu schreiben beginne. Doch bei allem was ich tue werde ich durch sogenannte „Teleschirme“ vom Großen Bruder überwacht, dessen Existenz ich jedoch anzweifele, da weder ich selber noch jemand aus meinem Umfeld diese Person jemals gesehen oder mit ihm gesprochen hat. Der Gang zu meinem Vertrauten O'Brian, der das Tor zur Untergrundbewegung zu sein scheint, könnte den befreienden Schlag gegen die Unterdrückung der Menschen bedeuten, viel wahrscheinlicher würde er allerdings in Folter enden. Es ist unglaublich schwer, irgendetwas gegen das Regime zu unternehmen, wenn man 24 Stunden am Tag überwacht wird.

Wie gerne würde ich auch Julia, meiner Arbeitskollegin und Affäre von dem Buch berichten, aber ich will sie nicht in Gefahr beringen. Sie wäre als Mitwisserin genauso von der brutalen Folter bedroht, die einen dazu bringen soll – und bringt – die Parteilinie nicht nur zu akzeptieren, sondern zu lieben und zu leben. Am Ende würde man trotzdem umgebracht werden. Das möchte ich meiner geliebten Julia ersparen.

Einen Blick auf die Rückseite des Buches, das Lesen einiger Stellen hier und da, kann ich mir dennoch nicht verkneifen. Was ich dort lese, erinnert mich stark an die heutige Zeit, in der man durch moderne Smartphone- und Internetnutzung immer und überall zum gläsernen Menschen wird; in der wir uns bewusst sind, dass uns Systeme wie „Alexa“ überwachen und unsere Informationen zu Werbezwecken weiter genutzt werden. Auch der Versuch des neuen amerikanischen Präsidenten „Alternative Fakten“ zu etablieren, erinnert an die Korrektur bestehender Fakten durch das Ministerium der Wahrheit.

Auf jeden Fall erscheint mir der Roman literarisch höchst anspruchsvoll und von einer zeitlosen Aktualität zu sein. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass ein Autor in der Nachkriegszeit eine negative Version einer zukünftigen Gesellschaft zu zeichnen vermag. Dystophien zählen nicht zum gwohnten Genre, deswegen fiel es mir schwer mich hineinzufinden, später jedoch hielt ich immer wieder den Atem an. Immer wieder musste ich auch die Parallele zu Aldous Huxleys „Brave New World“ ziehen.

Trotz aller Widrigkeiten präge ich mir die Daten doch gut ein – man kann nie wissen:

George Orwell - „1984“ Erschienen 1949; verfasst 1948; ISBN: 978 3 548 23410 6; 12€; Ullstein – Verlag

Anna Niedieck; 2018

Vorgestellt von Selma Hamm

Zum ersten Mal las ich den Roman im Jahr 2000. Die erste Staffel “Big Brother” lief im Fernsehen und ich hörte aus meinem Umfeld immer wieder “Orwell” und “1984”. Also nahm ich das Buch schließlich auf eine lange Zugfahrt mit und wurde auch direkt von einem älteren Herrn angesprochen - er hörte gar nicht mehr auf seiner Empörung über die Gesellschaft Luft zu machen. Ja, die Macher von “Big Brother” haben bei der Namenswahl ins Schwarze getroffen - die Provokation brachte Aufmerksamkeit und Millionen Menschen verfolgten die Sendung. Heute hat das Interesse etwas nachgelassen, neue Formate wie das “Dschungelcamp” folgen. Eins haben alle gemeinsam: George Orwell hätte sie sich trotz seiner düsteren Zukunftsvisionen so wohl nicht träumen lassen.

In seiner Antiutopie zeichnet er das Schreckensbild eines totalitären Systems in dem jeder Mensch auf Schritt und Tritt durch sogenannte “Televisoren” überwacht wird und noch nicht einmal mehr frei denken darf, allein dem “Großen Bruder” und der Partei zu gehorchen hat. In Orwells fiktiver Welt herrschen die drei Supermächte Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Sie führen pausenlos in wechselnden Konstellationen Krieg gegeneinander. Zumindest wird dies dem eigenem Volk, das in allen Ländern massiv unterdrückt wird, verkündet. London ist die Hauptstadt Ozeaniens. Dort arbeitet Winston Smith im “Wahrheitsministerium”. Seine Aufgabe ist es, die Geschichte systematisch so zu verfälschen, dass sie der momentanen Zielrichtung der Politik der Partei entspricht. Nach und nach wächst in Winston langsam der Widerstand, er beginnt Tagebuch zu schreiben um nicht zu vergessen, lehnt sich innerlich gegen das System auf und begeht so pausenlos “Gedankenverbrechen”. Als er auf die hübsche Julia trifft und sich in sie verliebt, wagt er sich ein Stück weiter - die Beiden leben ihre Sexualität frei aus, genießen ihre Zweisamkeit - gegen die Vorgaben des “Großen Bruders”, der Sex nur zur Fortpflanzung erlaubt und nach und nach durch künstliche Befruchtung unnötig machen will. Winston zweifelt immer mehr, auch an der Existenz des “Großen Bruders”. Er vermutet, die Partei habe ihn erfunden um ein Sprachrohr zu haben, gesehen hat ihn nämlich noch keiner in seinem Umfeld. Winston versucht Kontakt zu Parteigegnern aufzunehmen, ist sich sicher, dass es eine Gruppe von Menschen geben muss, die gegen das System ankämpft. In einem Kollegen meint er einen Vertrauten gefunden zu haben, wird aber bitter enttäuscht und verraten. Auch das Zimmer in dem er sich mit Julia trifft und von einer besseren Zukunft träumt wird, entgegen der Behauptung des Vermieters, rund um die Uhr von einem “Televisor” überwacht - Winston war überall und zu jeder Zeit gläsern, sie haben alle seine Pläne und Wünsche gehört. Nun wird er von der “Gedankenpolizei” festgenommen, gefoltert, gebrochen. Am Ende trifft er ein letztes Mal auf Julia, beide haben sich unter Folter gegenseitig verraten, die Liebe ist zerbrochen, zu Gefühlen sind beide nicht mehr fähig. Winston liebt nun den “Großen Bruder”.

Orwell, geboren als Eric Arthur Blair, verarbeitet in seinem Roman 1984 (als Analogie zu 1948, dem Erscheinungsjahr des Buches) die Schrecken des Krieges, die Angst vor der totalen Überwachung, kritisiert Faschismus und Stalinismus. Nebenbei formuliert er auch seine Sorgen vor der Vereinfachung der englischen Sprache, lässt die Machthaber das sogenannte “Neusprech” erfinden, das auf wenige wichtige Worte beschränkt wird, Adjektive soll es z.B. gar nicht mehr geben. Dadurch wird irgendwann das “Gedankenverbrechen” nicht mehr möglich sein - es wird einfach keine Begriffe mehr geben, die sich gegen die Partei richten können.

An Aktualität hat das Werk gerade auch in Deutschland während der Jahrzehnte seit Erscheinen nicht verloren. Die Schrecken der Bespitzelung in der DDR durch die Stasi aber auch der Verrat durch direkte Nachbarn und Freunde zeigen wozu Menschen in einem totalitären System gebracht werden können. Der Terrorismus in der BRD durch die RAF führte dazu, dass immer mehr über Überwachung diskutiert wurde. Heute ist, auch nach dem 11. September, die Überwachung in Großstädten an öffentlichen Plätzen auch in Deutschland selbstverständlich.

Orwells Schreckensvisionen haben sich zum Glück für uns in Deutschland so nicht erfüllt - nur im Container sitzen sie und können sich sicher sein:

BIG BROTHER IS WATCHING YOU!

Selma Hamm, 2009

Vorgestellt von Karoline Fuchs

Prolog

Als wir die Aufgabe der Wikirezensionen bekamen, ging ich enthusiastisch an mein Bücherregal und fing an zu stöbern. Hm, könnte das vielleicht etwas sein? Nein, erst zehn Jahre alt. Gut, dann vielleicht dieses hier? Nein, der Autor ist Deutsch- leider. So, was haben wir denn noch? Ah, da ist ja „1984“. Super, damit hab ich schon mal den ersten Titel. Und was für einen…

Inhalt

„Big Brother is watching you“ ist wohl die beste (und gebräuchlichste) Umschreibung für das Werk „1984“. Die Welt hat sich verändert, das System hat sich verändert, das System hat dich verändert. Winston Smith, der Protagonist, der genauso sympathisch ist wie eine Kartoffel, lebt in der Provinz Ozeanien, die von der Partei des GROßEN BRUDER gelenkt wird. Es gibt nur drei Parolen:

KRIEG IST FRIEDEN

FREIHEIT IST SKLAVEREI

UNWISSENHEIT IST STÄRKE

Ebenfalls sehr sympathisch. Kurz gesagt hat die Partei den Menschen ihren freien Willen gebrochen und dann ihnen gänzlich weggenommen. Doch scheinbar gibt es eine Untergrundbewegung, die sich gegen den GROßEN BRUDER stellt. Wird Winston Smith sich ihnen anschließen können? Wird er Ozeanien retten können und der Menschheit ihren freien Willen zurückbringen? Und wird er dabei glücklich mit der einzigen und wahren Liebe seines Lebens- Julia?

Ich bin wirklich nicht spielverderberisch veranlagt, aber hier schon mal die Antwort: Nein. Denn das geniale an der Untergrundbewegung ist, dass sie ebenfalls vom GROßEN BRUDER instruiert wurde und so die Leute, die solche verräterischen Gedanken hegen, überwachen und unter Kontrolle halten können. Geschickt eingefädelt, würde ich dazu sagen. Um auch auf seine Geliebte Julia zu sprechen zu kommen, während einer Folter bittet Winston darum, statt seiner Julia den Ratten auszusetzen, da er sich mit einer sehr starken Intensität vor Ratten fürchtet.

Ende

Auch bei diesem Ende wird natürlich alles gut- für den GROßEN BRUDER jedenfalls. Mr. Smith bekommt eine vollständige Gehirnwäsche und ihm geht es gut- so gut, das er den GROßEN BRUDER mit all seines verbliebenen Herzens liebt.

Autor

Oh mein Gott, was habe ich mir da für einen Titel ausgesucht? Wer schreibt denn so etwas? George Orwell, geboren 1903 in London, hat 1945 Die Farm der Tiere veröffentlicht und hat damit den Nerv der Zeit getroffen. Sein ganzes Leben lang hatte er aufs Geld schauen müssen und hat eine Zeit lang sogar als Obdachloser auf der Straße verbracht. Sein Werk „1984“ wurde dann 1949 veröffentlicht und gilt als einer der Vorreiter des Genres Sciencefiction. Das Werk veranlasste auch wohl die beliebte Realityshow „Big Brother“, aber das soll nicht unser Thema sein. Leider starb Orwell 1950 und konnte seine wohlverdienten Lorbeeren nicht mehr einstreichen.

Evaluation

Auch wenn die Geschichte zäh ist und ich das Buch liebend gern zu hundertfach aus dem Zugfenster geschmissen hätte, so hat es sich doch gelohnt, es zu Ende zu lesen und den Triumph des Systems über das Individuum zu erfahren. Außerdem gibt es neben der Handlung noch eine ganz neue Welt zu entdecken: Ozeanien. Orwell hat sich unglaublich viel Mühe gemacht, sich eigene Sprachmerkmale und Grammatik auszudenken, das nannte er Neusprech. Genial, oder? Hier folgen nun einige Beispiele meiner Lieblings Neusprechwörter, die sich- wenn ich nicht aufpasse- wohl auch in mein Sprachgebrauch einschleichen könnten: Doppelplusungut (schlecht), gutweise (wohl), Gutsex (Keuschheit) oder auch bauchfühl (blind-begeisterte Billigung).

Im großen und Ganzen kann man sagen, dass ich „1984“ gerne empfehle, allerdings nur wirklich interessierten Menschen, die ihren Horizont erweitern und die Welt aus kritischen Augen sehen oder sehen wollen. Es ist ein Gedankenschritt sich den Roman in einer ruhigen Minute mal zur Brust zu nehmen und darüber nachzudenken, in wie weit wir selbst heute von den Medien und Politikern beeinflusst werden. Dabei könnte man sich bei oder nach der Lektüre fragen: Haben wir einen freien Willen? Oder bestimmt jemand unsere Gedanken?

Karoline Fuchs

Vorgestellt von Hanna Ermisch

„I do not believe that the kind of society I describe necessarily will arrive, but I believe that something resembling it could arrive.”
George Orwell über 1984

Als George Orwell 1946 mit seinen ersten Arbeiten am Roman 1984 beginnt, steht er noch unter dem Eindruck des zweiten Weltkrieges, in dessen letzten Monaten Orwell als Kriegsberichterstatter tätig war. Bereits 1937 kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg, den er nur sehr schwer verletzt überlebte. So gehörten totalitäre Systeme und skrupellose Machthaber zum unmittelbaren, realen Erfahrungshorizont des Autors. Viele Aspekte seiner Warnutopie 1984 entstammen daher einer übersteigerten, weitergedachten, aber auch damaliger Wirklichkeit.

Galt 1984 bei seinem Erscheinen 1949 als äußerst negative Zukunftsfantasterei, so musste ich feststellen, dass Orwell in mancher Hinsicht die heutige Realität erschreckend gut beschrieben hat. Überwachungskameras, die uns (beinahe) überall hin verfolgen können, Massenspeicherung sensibler Daten, biometrische Ausweise, die weit mehr von uns Verraten, als den Namen, GPS-Signale etc. lassen George Orwells Horrorvision eines totalitären Überwachungsstaates Bestandteil unserer Realität werden. Doch ganz so schlimm ist es ja nicht. Wir leben nicht in einer Welt, in der wir uns ständig im Krieg befinden, Zuhause können wir uns unserer unüberwachten Privatsphäre sicher sein und unsere Meinung wird uns auch nicht vorgeschrieben. Tatsächlich? Auch wenn wir keine Bombenangriffe hautnah erleben, so wird uns doch immer wieder die Notwendigkeit militärischer Einsätze suggeriert – zum Schutze der Demokratie oder um Verbündeten beiseite zu stehen oder um eigene wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Auch ist die Überwachung des Einzelnen längst im eigenen Wohnzimmer angekommen – Abfangen und Speichern von Daten sind im Internetzeitalter ebenso Normalität wie das Abhören von Telefonaten von Verdächtigen durch die Polizei. Selbst unsere Meinung wird durch die Medien beeinflusst. So zeigt sich, dass Orwells Welt noch realer ist, als es auf den ersten Blick scheint.

George Orwell selbst nannte die nach seiner Meinung beiden Hauptmotive für das Verfassen von Prosa: den historischen Impuls und den politischen Zweck. Nach Orwells eigener Aussage ist jede Arbeit, die er nach 1936 verfasste, gegen Totalitarismus gerichtet. Der politische Aspekt von 1984 ist unübersehbar und steckt in beinahe jeder Zeile des Buches. So gelang es Orwell, einen beispiellosen Negativ-Staat zu kreieren und damit den totalitären Staat und unangreifbare Machtinhaber anzuprangern. Heute, mehr als sechzig Jahre nach Erscheinen von 1984, ist Orwells Roman nicht minder aktuell. Zu den politischen Aspekten kommt heute der technische Fortschritt, der 1984 noch realer werden lässt. Mich als Leser ließ 1984 am Ende nachdenklich und sprachlos zurück.



Hanna Ermisch, 2011

Vorgestellt von Nico Wendt

If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face — forever.

Welcome to the world of the Future.

Winston is a citizen of Ozeania, who lives in the year 1984. At least he thinks it is the year 1984. The party, also known as „Big Brother“ controls everything, including the past, which means if they say it is the year 1984, it it is the year 1984. They could also say it the Year 5523 and everyone will have to believe them. To gain this kind of power, the party has to control the past. Because those who control the past, control the present and who controls the present, controls the future. Winston works in the Ministry of Truth, which concerns itself with lies. There is also the Ministry of Peace (which is about war) and the Ministry of Love (which is supposed to be about hatred but people can not know for sure, because people who are forced to enter it, usually don't come back to tell about their stay). Winston's work consists of rewriting old magazine and newspaper reports, so they confirm whatever the party considers to be the truth at the moment. After rewriting the old news reports, the original version gets destroyed. That way only one true version exists (until that one gets altered again too). The state of 1984 also consists of total surveillance. They use cameras, microphones and people to spy on their citizens. It is not unusual for a child to betray their own parents. One day, Winston meets a young woman that slips him a small peace of paper on which is written: I Love You. After a couple of failed attempts they manage to meet in a small apartment, where they can be alone together. For a while it looks like they can escape the all seeing eyes of Big Brother. But in the end they get caught and brought to the Ministry of Love. The government of Oceania cant just execute people that have rebelled against them, they have to reprogram them first. They believe that someone that dies while he still is an enemy of Big Brother, would die a martyr and they cannot let that happen. Winston has to suffer endless days and nights of torture (there is always light in the Ministry of Love and without windows, nobody can tell which time of day it is). The important part for the party is that Winston truly changes and starts to love Big Brother again, so their power is absolute. Torture accomplishes this pretty fast except for one thing that is standing in their way: The love that Winston has for his girlfriend. That will be taken care of in room 101. Everyone knows what is in room 101. It is the worst thing anyone can imagine. The worst thing imaginable for Winston are “rats“. He gets threatened that rats will eat his face. This is when he breaks down and tells them to do it to her instead.

„Do it to Julia! Do it to Julia! Not me! Julia! I don't care what you do to her. Tear her face off, strip her to the bones. Not me! Julia! Not me!“

In that moment the party won. Because you obviously cant love someone. if you want the worst thing imaginable to happen to them.

I decided to reread 1984 when Trump became president of the United States of America. Apparently a lot of people thought it was a good time to read the book, because it reentered the bestseller lists in both America and Germany 68 years after its first publication. Usually whenever there were comparisons between the novel and the present day, the focus lay mainly on the surveillance part. There are cameras everywhere that are watching every step we make and everything we do and the internet records our personal history. People used to say it doesn't matter because they weren't committing any crimes. That may have been true in the past, but now there is someone in the White House, that might consider what people wrote in the past, as thought-crimes. Luckily we aren't at that point yet, although there are some other similarities between the present and 1984. The ministries in the novel were concerned with the opposite of what they were named (Ministry of Peace was about the War for example) There is something similar happening in the US at the moment. Steve Bannon admitted that the people that were named as the secretary's for certain ministries are there to deconstruct them 1). Which means the head of the ministry of public education is an enemy of public education and would probably like to abandon it. One other similarity is the governments stance on truth. They practice a lot of double think (which is the ability to believe two contradicting positions simultaneously) Here is an example: White House Press Secretary Sean Spicer first claims there are no actual numbers of people attending the inauguration and then goes on to say „This was the largest audience to ever witness an inauguration“2). Only one of those two sentences can be the correct one and yet they are able to believe both oft hem. The president is also constantly lying or to use the newspeak expression, presenting „alternative facts“. In a world where people have more access to information than they ever had before, the method of 1984, to alter past newspaper articles, wouldn't work. Instead the government exploits the fact that people are getting most of their information from very few sources. All of those sources confirm the opinion that everyone already has. Those sources will also never mention when the president lied to them. Whenever the media directly exposes Trumps lies, he reacts with calling them „fake media“ or „fake news“. Instead of trying to talk about his lies, he is simply denouncing the people for mentioning them. That way his followers will not believe the media. This all sounds really scary, but luckily we aren't in Winstons reality or Trumps „alternative reality“ yet. The founders of the United States of America have created a state which is based on a constitution, that was written in a time where nearly every country was ruled by autocrats. The constitution of the United States of America was born out of the enlightenment and it was designed to stop authoritarian rulers like Trump to turn the country into a dictatorship. We are now seeing the attempt of someone trying to turn The United States into a dictatorship, but to say it with the words of a founding Father:

„All tyranny needs to gain a foothold is for people of good conscience to remain silent.“ —Thomas Jefferson

Nico Wendt, März 2017

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