J.B. Priestley: An Inspector Calls

Vorgestellt von Anna Wahlbrink

Inhalt:

Die Geschichte spielt im Jahr 1912 im reichen Haushalt der Birlings. Sie feiern gerade ein Fest, als ein Inspektor kommt. Er berichtet ihnen von einem Mädchen, das vor Jahren bei ihnen angestellt war, und sich selbst umgebracht hat. Natürlich verstand niemand was sie damit zu tun haben. Daraufhin berichtet der Inspektor ihnen warum jeder der Anwesenden schuld hat an dem Selbstmord, Angefangen mit Mr. Birling, der sie entlassen hat, bis zu Mrs. Birling, die ihr in ihrer Hilfsorganisation nicht geholfen hat. Dabei kommen allerlei Geheimnisse ans Licht. An Ende wird bekannt, das der Inspektor kein richtiger Inspektor ist. Während sich die einen aber noch mit Scham und Schuldgefühlen plagen, fühlten sich andere sicher. Doch ein Anruf ging ein. Ein Inspektor kommt gleich vorbei. Es ginge um ein Mädchen, welches sich umgebracht hat, und er möchte allen noch Fragen stellen.

Rezension:

Hier bin ich ganz klar in meinem Element. Familiengeheinisse und Intrigen, die Aufgedeckt werden. Das alles durch eine Entlassung vor Jahren, welches sich in einen Dominoeffekt verwandelt hatte. Ich liebe sowas. Die Charaktere sind auf den ersten Blick klassisch. Der skrupellose Geschäftsmann Mr. Birling, gut der bleibt bis zum letzten Satz skrupellos, danach verliert auch er sein Gesicht. Mrs. Birling, die gute Mutter, die ehrenamtlich in Organisationen unterstützt und dann eine Hilfsbedürftige abweist. Eric der Erbe des Hauses und ja da merkt man fast sofort, dass der nicht mehr ganz bei sich ist, aber nach dem Inspektor bricht er komplett zusammen. Sheila, die gute Tochter. Sie hat meiner Meinung nach als einzige Einsicht gezeigt. Während ihr Bruder sich versucht rauszureden und anderen sie Schuld zu geben, sieht sie ihr Fehler ein. Gerald Croft ist der Verlobte von Sheila, der Grund warum alle zusammen kamen. Es ist toll mit anzusehen, wie sie außerhalb so tun als wäre es rein Geschäftlich, aber dass die beiden sich eigentlich Lieben. Es ist schon faszinierend den Dominoeffekt zu beobachten.

Aber das Beste oder Ärgerlichste, kommt darauf an wenn man Fragt, ist wohl der Schluss. Alle wiegen sich mehr oder weniger sicher, da ja nichts passiert ist. Als dann der Anruf kam und wirklich ein Mädchen Selbstmord begangen hatte. Da stürzt dann so viel auf eine ein: „Woher wusste der falsche Inspektor das?“ „Handelt es sich um dieses Mädchen?“ und so weiter und so weiter. Das Buch hält einfach noch nach und das finde ich Großartig.

Fazit:

Es ist ein Theaterstück und als ich es das erste Mal las, dachte ich mir, das ganze moderne geschrieben, in der heutigen Zeit gesetzt, eventuell aus der Sicht der Tochter Sheila geschrieben, die Liebesgeschichte noch ein Hauch ausbauen und man kriegt es auch heute noch als ein Top Jugend- oder All-Age-Buch verkauft.

Drucken/exportieren
QR-Code
QR-Code an_inspector_calls (erstellt für aktuelle Seite)