Spätestens seit dem überragenden Erfolg von Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie, der realistischen Neuinterpretation des Batman-Mythos auf der großen Leinwand, hat der von Bob Kane ersonnene Dunkle Rächer von Gotham City eine triumphale Rückkehr in den popkulturellen Mainstream vollzogen. Zeit dafür, die Comics, die Nolan als Inspirationsquelle dienten, einmal (wieder) zu entdecken.

Arkham Asylum erschien, wie so viele der wegweisenden Batman-Comics, Ende der 80er Jahre und stellte eine absolute Zäsur dar. Wie bereits Frank Miller mit The Dark Knight Returns oder Alan Moore in The Killing Joke entschied sich der damals noch recht unbekannte Grant Morrison zu einer weitaus düstereren Darstellung Batmans und seines Universums, die sich eindeutig an eine erwachsene Leserschaft richtet. Endgültig vorbei die Zeiten von Robin, Anti-Hai-Batspray und „Uff!“, „Bäääm!“, „Aaargh!“, stattdessen ernste Storylines, vielschichtige Figuren und gewagtere Zeichnungen. So übernehmen in Arkham Asylum die Patienten der titelgebenden psychiatrischen Anstalt unter Führung des Jokers, Batmans ewiger Nemesis, die Kontrolle über die Einrichtung und nehmen die Angestellten als Geiseln. Ihre Forderung: Batman soll sich als einer ihresgleichen den Insassen stellen. Befürchtend, dass er sich möglicherweise seiner eigenen angeknacksten Psyche stellen muss, kommt Batman der Aufforderung dennoch nach

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