**Peyo – Benni Bärenstark: Die roten Taxis**

Vorgestellt von Merle Muth

Wie kann man Erwachsene dazu bringen sich wieder wie Kleinkinder zu benehmen? Genau, man gibt ihnen Comics mit denen sie groß geworden sind.

Benni ist ein liebenswerter, netter, friedlicher Junge, der keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Aber er ist bärenstark. Das glaubt ihm nur keiner. Im ersten Teil der Reihe versucht Benni seinem Freund, dem Taxifahrer Fitzke, vor dem Ruin zu retten, denn ein neues großes Taxiunternehmen hat aufgemacht. Benni wittert daraufhin, dass irgendwas nicht stimmen kann und so beginnt das Abenteuer. Wie zum Beispiel Benni Bärenstark. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die Reihe zigmal aus der Bücherei ausgeliehen habe und alle sagten, dass kennst du doch schon. Ich habe trotzdem nie genug davon bekommen.

Der Comic ist als „Funnies“ einzuordnen und ist klar durchstrukturiert. Die Bilder sind alle im Großen und Ganzen gleich groß und chronologisch in Reih und Glied angeordnet. Ein klassisches Schema also. Die Bilder sind klar voneinander getrennt und auch in den Zeichnungen sind klare Linien bevorzugt. Der Comic hat kaum farbliche Vielfalt, denn die überwiegenden Farben sind Gelb, Blau und Rot. Die Farbe weiß ist auch in großer Fläche vertreten und ab und zu kann es mal vorkommen, dass einem die Farbe grün über den Weg läuft. Die Figuren sind klar voneinander getrennt und der Hintergrund ist ohne viel Bimbamborium gestaltet. Einfache und deutliche Zeichnungen die genau das darstellen was dargestellt werden soll. Ein Unterschied zwischen Licht und Schatten ist vorhanden, wobei sich der Schatten auf ein Minimum beschränkt. Die Lesefolge ist europäisch von links oben nach rechts unten.

Eine eher platte Story, bei der man am Anfang schon das Ende weiß. Trotzdem lohnt es sich den Comic zu lesen und seinen Spaß an ihm zu haben. Die Zeichnungen erinnern an die Gaston-Comics und auch die Aufmachung ist ähnlich. Also leider nichts was einem im Gedächtnis bleibt und für sich selber steht. Nichtsdestotrotz macht es Spaß Benni Bärenstark zu lesen und sich die Zeichnungen anzugucken. Comicfans, die etwas neues, aufregendes, markantes und in-Erinnerung-bleibendes suchen sind hier leider an der falschen Adresse. Die Benni Bärenstark Comics sind etwas für Kinder und Erwachsene, die wie ich an Kindheitserinnerung denken und immer wieder Spaß daran haben den Comic zu lesen. Ist aber kein Vergleich zum „Marsupilami“ und „Tim & Struppi“

Der Comic ist von 1980 und im Carlsen Verlag erschienen. Text und Zeichnungen sind von Peyo. Von dem auch „Die Schlümpfe“-Reihe und die „Johann und Pfiffikus“-Reihe sind.

(Merle Muth 2010)

Vorgestellt von ew

Die Geschichte von Benni Bärenstark und den roten Taxis ist eine Abenteuergeschichte und zählt zu den Funnies.

Benni ist sehr stark, was ihn oft in Schwierigkeiten bringt. Er hat keine Freunde, denn immer geht etwas kaputt, wenn er mitspielt, da er seine Kraft nicht immer kontrollieren kann. So freundet er sich mit dem Taxifahrer Herrn Fitzke an, einem älteren Herren. Dieser glaubt nicht an Bennis Kräfte und schreibt dessen Erzählungen seiner Phantasie zu. Als sich ein neues Taxiunternehmen in der Stadt niederlässt und Benni durch Zufall hinter deren kriminelle Machenschaften kommt, vertraut er sich Herrn Fitzke an, der ihm jedoch, ebenso wie der Kriminalkommissar, nicht glaubt. Als Herr Fitzke sich wegen unlauterer Machenschaften bei dem Chef der Roten Taxis beschwert, wird er entführt. Benni beschließt, ihn zu befreien und lässt sich ebenfalls entführen. Das Abenteuer beginnt. Da Benni sich erkältet hat, verliert er vorübergehend seine Kräfte. Doch durch einige Zufälle gewinnt Benni Zeit, kann sich erholen und schließlich Herrn Fitzke und sich befreien und die Verbrecherbande überführen.

Die Seiten haben ein sehr regelmäßiges panel grid, ohne besondere Rahmenformen, mit 9 bis 13 einzelnen Bildern. Die Abbildungen sind stark vereinfacht und flächig, Figuren und Hintergrund heben sich voneinander ab, wobei der Hintergrund in der Tiefe häufig „verschwimmt“. Die Perspektive wechselt nur einmal und die Leserichtung bleibt von links nach rechts mit wenigen Ausnahmen durchweg erhalten. Emotionen werden durch Mimik, Gestik und zusätzliche Stricheleien, Schweißtropfen etc. deutlich gemacht. Die Farbgebung beschränkt sich auf rot, blau und gelb mit geringen Abstufungen, und schwarz und weiß. Licht und Schatten wird ebenfalls stark vereinfacht durch Farbschattierungen dargestellt. Die Erzählzeit entspricht der erzählten Zeit, ansonsten wird durch kleine Zusatztexte im Rahmen auf Zeitsprünge hingewiesen. Sämtlicher Text ist in Sprechblasen oder Textboxen handgeschrieben, nur die Geräusche sind ohne Rahmen.

Als Zielgruppe sind hier eindeutig Kinder im Grundschulalter angesprochen.

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