Han Suyin

Han Suyin ist am 2. September 1917 in Peking geboren . Ihr Vater war Chinese, ihre Mutter Belgierin.

Neben den Beurf Schriftstellerin, hat sie noch einen zweiten Beruf ausgeübt, nämlich den der Ärztin.

Mit 15 arbeitete sie als Stenotypistin, bis sie sich an der Jentsching-Universität einschrieben ließ. Das Studium schloss sie in Brüssel /Belgien ab.

Als 1938 die Japaner China überfielen, kehrte sie in ihre Heimat zurück, um als Ärztin zu helfen

1942 lebte sie in London, die neuen Machthaber Chinas ließen sie erst 1956 wieder einreisen.

Sie starb am 2. November 2012.

Bis der Tag erwacht

Erschienen: 1983 Knaus Verlag 768S.

In dem Roman handelt es sich um eine Liebegeschichte, die sich zwischen einer Amerikanerin und einem Chinesen abspielt. Es wird auf die Verschiedenheiten der beiden Kulturen angespielt. Um sich zu lieben müssen sie den anderen Akzeptieren und sich von Vorurteilen lösen. Stephanie ist die reiche Tochter eines Ölmagnaten in den USA. Sie arbeitet als Auslandskorrespondentin in China. Durch einen brutalen Zwischenfall in einem Slum, wo sie Kindern das Leben rettet, lernt sie den jungen, engagierten Arzt Jen Yong in einem Krankenhaus, kennen. Beide verlieben sich ineinander, trotz der großen Kulturunterschiede. Doch der junge Arzt kämpft für die Guerilla, welche mit aller Gewalt die Revolution einleiten um ein besseres Land zubilden. Trotz der Konkurrenten und dem heranrücken des Bürgerkrieges versuchen sie ihre Liebe zu retten, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Stephanie und Jen Yong sich entscheiden müssen: entweder für die Liebe oder für ihre Länder.

Wie gesagt die Geschichte ist sehr Trivial, erinnert an so manche Liebegeschichte, welche man schon so oft gehört hat. Das interessante ist aber hier in diesem Roman nicht die Liebesgeschichte, sondern die Veränderung des Landes China zwischen dem 2. Weltkrieg und der Kulturrevolution. Der Autorin gelingt es, objektiv zu beschreiben in welchem Umbruch sich China befand und warum es zu dieser Revolution gekommen ist. Als neutraler Beobachter begleitet man diesen Wandel, ohne Vorurteile zu bilden oder Sympathien für die eine Seite zu haben. Eindringlich und sehr bildhaft schildert sie die Situationen, wie brutal und grausam doch die Welt ist und die Menschen dachten, jetzt käme die Erlösung. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Begleitet wird all dies, durch die Liebesgeschichte, die ganz klassisch dem alten Muster folgt.

Jan Lindert

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