Stephen King: Carrie

Vorgestellt von Nele Dell Missier

Cariette White auch Carry genannt hat es nicht leicht im Leben, von allen Mitschülern gehänselt und zu allem übel, hat sie zu Hause auch noch eine zutiefst religöse Mutter die sie tyrannisiert und sogar misshandelt. Vieles ändert sich für Carrie als sie merk das sie telekinetische Fähigkeiten besitzt, denn nun hat sie endlich eine Chance gegen die Misshandlungen ihrer Mutter. Zudem stürzt sich Carrie nun in die Vorbereitungen des Frühlingsballes, zu dem ihr Schwarm Tommy Ross sie eingeladen hat. Doch dieser Abend endet in einer Tragödie, nachdem Tommy und Carrie zum Ballkönig und zur Ballkönigin gekürt werden, denn im selben Moment fallen Eimer voll mit Schweineblut auf die beiden und erschlagen dabei Tommy. Nun beginnt Carrie sich für alles was ihr widerfahren ist zu rächen, mit Hilfe ihrer Telekinetischen Fähigkeiten.

Dies war mein erster Stephen King Roman. Ich habe mich sehr gefreut weil ich vorher nur positives von seinen Büchern gehört habe. Allerdings kann ich dieses nicht weiter empfehlen. Die Geschichte an sich, von der sehr schüchternen Carrie die in der Schule gemobbt wird und zu Hause auch keine Ruhe hat, hat mich sehr interessiert. Eigentlich hatte das Ursprungsbuch nur 98 Seiten doch dann hat Stephen King noch 200 Seiten aus verschiedenen Sichten und mit wissenschaftlichen Berichten hinzugefügt und dies hätte es besser weglassen sollen. Am Anfang mag das vielleicht passend sein, weil man zunächst von Dingen erfährt und diese später zu verstehen beginnt allerdings wird es zunehmend nervig und man möchte endlich mit der Geschichte weiter kommen. Ich werde dem Film noch eine Chance geben und vielleicht auch noch einem anderen Roman von ihm lesen aber bei diesem Buch, bin ich wirklich froh das ich es mir nicht gekauft habe sondern nur bei einem Freund geliehen.

Vorgestellt von Lea Steimle

Stephen King… ich entsinne mich kaum eines (Horror-)Autoren, dessen Schreibstil ich so nervig und langweilig finde, wie den seinen. Nachdem ich vor einigen Jahren den Roman „Er“ gelesen hatte, der bei mir eher ein Gefühl der Langeweile hervorrief als Neugierde oder Spannung, beschloss ich, King noch eine Chance zu geben. „Carrie“ wollte ich lesen, immerhin der Roman, den King als ersten veröffentlichte und durch den er berühmt wurde.

Die Geschichte von „Carrie“ klingt zunächst recht interessant: Das hässliche, schüchterne Mädchen Carietta White wird ununterbrochen von Mitschülern gehänselt und ihrer zutiefst religiösen Mutter tyrannisiert und misshandelt. Ihre Leidensgeschichte scheint eine Wendung zu nehmen, als Carrie ihre telekinetischen Fähigkeiten entdeckt und der beliebte Tommy Ross sie zum Frühlingsball einlädt. Dort jedoch wird ihr ein böser Streich gespielt und, mit Schweineblut übergossen, beginnt Carrie mithilfe ihrer telekinetischen Fähigkeiten, zunächst die Schule abzubrennen und dann die gesamte Stadt zu zerstören. Schließlich stirbt sie an einer Stichwunde, die ihre Mutter ihr zufügte, kurz bevor Carrie diese ermordete.

Nachdem ich die Lektüre von „Carrie“ beendete, informierte ich mich über Stephen King und den Roman, las mehrere Rezensionen und Artikel. Und alles, was ich las, war spannender als der Roman selbst! So erfuhr ich, dass King früher als Lehrer arbeitete und sich finanziell nur schwer über Wasser halten konnte. Er wohnte mit seiner Frau und zwei Kindern in einem Wohnwagen. Nachdem er für seine Romane immer wieder Absagen von Verlagen erhalten hatte, gab King die Hoffnung eigentlich schon auf. So kam es, dass er die Geschichte „Carrie“ in den Mülleimer warf, da er sie selbst nicht besonders gut fand und keinen Zugang zu den Highschool-Charakteren fand. Seine Frau Tabitha „rettete“ den Roman damals und ermutigte ihren Mann zum Weiterschreiben.

Des Weiteren erfuhr ich, dass der Roman zunächst nur 98 Seiten hatte. Auf Anraten seines Lektors schrieb King noch über 200 Seiten dazu, indem er den Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählte und ihm Ausschnitte aus Pseudo-Reportagen und „wissenschaftlichen“ Artikeln hinzufügte. Gerade diese (damals innovative) Erzählart machte King bei den Kritikern sehr beliebt. Mir persönlich gefiel der Perspektivenwechsel zu Beginn der Lektüre sehr gut, da man somit zum Beispiel aus den wissenschaftlichen Berichten Andeutungen zugespielt bekommt, die den Leser neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung machen. Und auch, dass man von der Besorgung des Schweineblutes liest und somit schon weiß, dass auf dem Frühlingsball etwas schreckliches passieren wird, während Carrie noch völlig ahnungslos ist, macht die Geschichte zusätzlich spannend. Zum Ende hin liest man jedoch auf 150 Seiten aus vierzehn verschiedenen Sichten, wie Carrie in einer einzigen Nacht über 440 Menschen umbringt. Und das wird nach dem ersten Drittel leider schon sehr langweilig, da sich alles einfach nur immer und immer wieder wiederholt. So war ich doch erleichtert, nach der gefühlten hundertsten Wiederholung der Ballnachtereignisse, das Ende erreicht zu haben. Ich vermute, King hatte beabsichtigt, das Grauen der Ballnacht dadurch noch zu verstärken – erreicht hat er aber nur, dass die Spannung verloren ging.

Meiner Meinung nach hätte King ruhig bei seinen 98 Seiten bleiben können, ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ oder auch „In der Kürze liegt die Würze“. Wen die Geschichte der Carrie interessiert, dem empfehle ich eher, sich die Verfilmung anzusehen: „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ aus dem Jahre 1976. Der Film ist zwar auch nicht viel spannender als das Buch, geht aber immerhin nur 94 Minuten und nimmt somit viel weniger Zeit in Anspruch als die Romanvorlage. Wer noch bis (voraussichtlich) Juni 2013 warten kann, sollte sich dann im Kino die Neuverfilmung ansehen. Mit Chloë Moretz in der Hauptrolle, welche schon in diversen Roman- und Comicverfilmungen wie „Kick-Ass“ und „Hugo Cabret“ zu sehen war, wird Stephen Kings „Carrie“ dann vielleicht endlich zu einer fesselnden Unterhaltung.

Ich werde mir den Film ansehen – denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Lea Steimle, 2013

Vorgestellt von Lisa Boob

Mit 16 Jahren bekommt Carietta White nach dem Sportunterricht unter der Dusche ihre erste Periode und ist geschockt.
Alle Mitschülerinnen machen sich über das Mädchen lustig und Carrie wird immer weiter gedemütigt und gehänselt.
Als Reaktion darauf treten einige Fälle von Telekinese auf und Carrie entdeckt, das diese von ihr ausgehen.
Eine Lehrerin unterstützt sie ein wenig und Carrie legt langsam ihre Angst vor dem Frauwerden ab.
Ein Thema über das sie mit ihrer Mutter nie reden konnte, da diese alles, was mit dem
Thema zur Frau werden und der Liebe zwischen den Geschlechtern zu tun hat als Sünde ansieht.
Wärend Carietta sich in die Vorbereitungen auf den Schulball stürzt, zu dem ein
Mitschüler sie eingeladen hat, plant ihre Mutter Carrie zu ermorden, da sie darin die einzige Möglichkeit sieht, wie sie ihre
Tochter von Satan befreien kann. Auf dem Ball werden Carrie und ihr Begleiter Tommy zu Ballkönig und Ballkönigin gewählt,
doch dann werden den beiden auf der Bühne zwei Eimer Schweineblut über die Köpfe gekippt.
Einer der Eimer fällt und erschlägt Tommy woraufhin Carrie fängt an, sich an allen und für alles zu rächen.
Sie beginnt mit der Schule, sperrt alle ein und mit der Hilfe einiger Stromstößen, welche sie mit ihren telekinetischen Kräften in
Gange setzt, bringt sie viele Ballbesucher um. Nur zwölf Personen können sich retten. Auf offener Straße nimmt ihre Zerstörungswut weiter zu.
Sie tötet zahlreiche Leute, bis sie zu dem Entschluss konmmt, ihre Mutter umzubringen.
Kaum ist Carrie zu Hause, sticht ihre Mutter ihr ein Messer in die Schulter, woraufhin Carietta mit ihren telekinetischen Kräften das Herz ihrer Mutter zum Stillstand bringt.
Zuletzt bringt sie noch ihre Klassenkameradin Chris und deren Freund Billy, welche das Schweineblut über Carrie und Tommy gekippt haben, um.
Schließlich stirbt auch Carrie durch die Stichwunde ihrer Mutter.

Eigene Meinung:

Nachdem ich 2013 die Neuverfilmung im Kino gesehen habe (den Film fand ich wirklich gut)
und ich auch schon oft von Bekannten oder Kunden aus dem Laden gehört habe, wie toll Stephen King schreibt, oder wie gruselig seine
Bücher sind, stand für mich fest: Das Buch muss ich lesen.
Im Urlaub fand ich das Buch auf einem Bücherflohmarkt und konnte nicht wiederstehen.
Dann kam die große Enttäuschung…
Meiner Meinung nach kein Stück gruselig, unheimlich oder sonst etwas in diese Richtung.
Eher langweilig geschrieben, nie passiert etwas wirklich spannendes oder aufregendes.
Ich habe mir eindeutig zu viele Hoffnungen gemacht.
Einige Leute behaupten ja Stephen King sei der Meister des Horrors aber ich finde ganz klar, dem ist nicht so.
Vielleicht gebe ich ihm mit einem anderen Buch noch eine Chance, aber vorerst soll es bei diesem einen Stephen King in meinem Bücherregal bleiben.

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