Catch 22, Joseph Heller

Mit vielseitigem, sehr ironischem Wortwitz, genauso ironischen Charakteren, sehr unwirklich erscheinenden Handlungsstränge und einem Hauptcharakter, der in den Wirren eines scheinbar sinn- und zwecklosen Krieges trotz Allem einen mehr oder weniger kühlen Kopf bewahrt, erzählt Joseph Heller von dem surrealen, aber schrecklichen Schicksals Yossarians und seinen Bemühungen sich nur noch um sich selbst zu kümmern – sprich den Krieg zu überleben oder vorzeitig zu verlassen. Yossarian ist Soldat im zweiten Weltkrieg, stationiert an der amerikanischen Front. Er ist Pilot, Kampfpilot. Und er ist verrückt, vielmehr geisteskrank. Denn nur ein geisteskranker ist bereit die vorgeschrieben Anzahl Feindflüge zu absolvieren, was dazu führen würde, dass man in die Heimat entlassen würde. Jedoch wird die Anzahl stetig erhöht. Immer dann wenn Yossarian kurz davor ist sie zu erreichen. Also entscheidet er sich fluguntauglich schreiben zu lassen, was auch nur dann möglich ist wenn man geisteskrank ist. Wenn man sich allerdings krankschreiben lassen will, beweist das gesunden Menschenverstand, ergo ist man nicht verrückt. Dieser kleine Hacken ist der Catch 22.

Es tauchen neben Yossarian noch viele weitere Charaktere auf, die alle wegen ihrer eigenen abstrusen Beweggründe, am Krieg teilnehmen oder auch nicht. Alles in allem wird dem Leser vor Augen geführt, wie sinnlos der ganze Krieg doch ist, doch trotz allem behält man ein Grinsen im Gesicht.

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