Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray

Vorgestellt von Mirco Timm

Der wunderschöne Jüngling Dorian Gray ist einer der faszinierendsten Menschen Londons ich würde fast behaupten ganz Groß Britanniens, er ist hübsch und besitzt diese gewisse jugendliche Unschuld und zugleich den notwendigen Charme. So zumindest beschreibt ihn der Maler Basil Hallward der mit Dorian befreundet ist und in dem er sozusagen seine Muse gefunden hat. Das Bildnis, das er gerade von Dorian malt, soll sein endgültig bestes Werk werden. So erzählt er es seinem Freund Lord Henry. Dieser ist nun ja das komplette Gegenteil von Dorian. Nur sehr widerwillig macht der Maler Henry mit dem Jüngling bekannt. Schnell fasziniert die freimütige Art Henrys Dorian, doch insbesondere seine Meinung, dass auch Dorians Schönheit einmal wie eine Blume verwelken wird, verunsichert den Jungen. Als Basil das Gemälde fertig stellt, wird Dorian instinktiv eifersüchtig und hofft, dass er seine Schönheit behalten und das Gemälde stattdessen altern solle. Und dieser unüberlegte Ausspruch ist es, der die Geschichte um Dorian Gray und sein Gemälde ins Rollen bringt.

Schon der Anfang riss mich sofort mit. Die Art und Weise wie die beiden Freunde den eigentlich nicht anwesenden Protagonisten Dorian Gray vorstellen, macht mich neugierig auf die Hauptperson und so warte ich sein Erscheinen ungeduldig ab. Als er dann auftaucht sind es aber vor allem Lord Henrys hochtrabende Vorträge, die ich bewundere und zugleich etwas merkwürdig empfand. Lange gefiel mir auch die Story sehr gut obwohl eigentlich nicht viel passiert, abgesehen davon, dass der anfangs völlig unschuldige Dorian unter dem Einfluss von Lord Henry immer mehr weiter auf die dunkle Seite rutscht, Sie wird ihm ja auch sehr gefügig gemacht. Dann jedoch gibt es einen Einschnitt innerhalb des Werkes und es beginnt der zweite Akt. Den Beginn dieses zweiten Aktes empfand ich anfangs als furchtbar zäh. Er gewinnt später wieder an Schwung und wird gerade zum Ende hin höchst dramatisch es lohnt sich also durchzuhalten.

Aber das Buch ist sicherlich eines der bemerkenswertesten Werke der Literatur. Ohne explizite oder ausufernde Schilderungen der eigentlichen Exzesse nötig, feuert Oscar Wilde die Fantasie des Lesers an und erzeugt eine unglaublich dichte Spannung. Die Andeutungen und die Gerüchte die auch nur erwähnt werden machen das Ganze eher noch elektrisierender als wenn ganz genau jedes Detail geschildert wird.

Es ist sowohl eine Lobeshymne auf das schöne Leben als auch eine Kritik der für die ach so tolle Dekadenz die nicht genießt sondern verschwendet.

Die Sprache ist sehr schön und grenzt meiner Meinung nach ein wenig an Poesie.Dazu muss man sagen empfand ich die Satzstellung manchmal etwas kompliziert, aber das Lesevergnügen leidet nicht darunter. Vielleicht liegt es daran das ich selten Klassiker lese, vermute ich einfach mal.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ganz ehrlich wer hat nicht schon einmal davon geträumt Peter Pan zu sein?

Vorgestellt von Alena Witt

- Der Preis der ewigen Jugend -

Das Buch fängt damit an, dass der Maler Basil Hallward ein Porträt von dem jungen und gut aussehenden Dorian Gray malt. Während der Entstehung des Porträts lernt Dorian Gray Lord Henry kennen, einen Freund des Malers. Der Hedonismus von Lord Henry hinterlässt bei Dorian tiefen Eindruck. Nach der Fertigstellung des Porträts hat Dorian nur noch einen Wunsch. Er möchte auf ewig jung aussehen und sein Porträt soll dafür altern. Dafür würde er sogar seine Seele geben. Kurz darauf verliebt er sich in Sybil Vane und verlobt sich auch mit ihr. Sybill erkennt durch die Liebe zu Dorian, dass das Theater nur ein Spiel ist. Die Liebe ist ihr wahres Leben. Dadurch verliert sie jedoch ihr Talent zur Schauspielerei. Wegen ihrer schlechten Schauspielerei verlässt Dorian sie. Kurz darauf bringt sich Sybill aus Verzweiflung um. Nach dem Tod von Sybill bemerkt Dorian auch die Veränderung an seinem Porträt. Sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Das Bild verändert sich und wird älter. Er hingegen bleibt jung und schön. Für die nächsten Jahre versteckt Dorian Gray sein Portät. Er lebt ein luxuriöses Leben, feiert und lässt sich seiner Jugend wegen bewundern. Doch eines Tages taucht Basil auf. Die beiden diskutieren über Dorians Seele. Dorian beschließt Basil das Porträt zu zeigen. Als dieser das Bild sieht ist er entsetzt, denn das Gemälde ist völlig entstellt. Dorian ist mit der Situation überfordert und tötet Basil. Nach diesem Vorfall versucht Dorain sein Gewissen in den Opiumhöhlen Englands zu betäuben. Er fängt an zu bereuhen was er getan hat und bedauert, dass er seine Seele hergegeben hat. Vor Verzweiflung und Wut zerstört er das Porträt. Er sticht mit einem Messer darauf ein. Doch damit bringt er sich selber um, denn das Porträt war die Verkörperung Dorians. Am Ende des Buches wird Dorian von seinen Dienern tot aufgefunden. Er ist bis zur Unkenntlichkeit gealtert und sein Porträt zeigt ihn als jungen ,hübschen Mann.

Im Vorwort zu diesem Roman schreibt Oscar Wilde einerseits, dass der Künstler »ein Schöpfer schöner Dinge« ist und andererseits, dass die Kunst »ganz und gar nutzlos« ist. Diese Aussage ist irreführend da Wilde sich selbst als einen Ästhet und Dandy sah, seinen Protagonisten aber in diesem Roman als einen gefühlskalten Menschen sterben lässt. In diesem Roman spiegeln sich also Wildes widerstreitenden Auffassungen wieder: Einerseits war er kritisch dem Ästhetizismus gegenüber, andererseits sah er sich selber in dieser Rolle. Wildes Roman hat auch eine moralische Aussage. Der Hedonismus Lord Henrys macht aus Dorian einen gefühlskalten Menschen. Das führt bei Dorian zu einem Identitätsverlust, den er nicht mehr rückgängig machen kann und an dem er schließlich zerbricht.

Zu Oscar Wilde:

Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren. Er war einer der hervorragendsten literarischen Vertreter des Ästhetizismus in England. Sein einziger Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ ( welches auch mehrmals verfilmt wurde) ist sein bekanntestes Werk neben seinen Märchen und Erzählungen. Oscar Wilde wurde wegen homosexueller Neigung angeklagt und auch verurteilt. Als Beweismittel wurde unter anderem „Das Bildnis des Dorian Gray“ herangezogen, weil dort die Zuneigung zwischen Basil Hallward, Lord Henry und Dorian Gray angedeutet wird. Oscar Wilde musste im Zuchthaus von Reading zwei Jahre Zwangsarbeit leisten.

Alena Witt 2010

Vorgestellt von Annika Ehrich

Der Künstler Basil malt den jungen und sehr gut aussehenden Dorian Gray in seinem Atelier, wo Dorian auch auf Lord Henry, einen Freund des Künstlers, trifft. Dorian lässt sich von den Worten Lord Henrys beeinflussen und auch ein Buch, welches Dorian von Lord Henry erhält, beeinflusst ihn sehr. Lord Henrys Worte über die Jugend machen Dorian am Nachdenklichsten. So wünscht er sich, dass das von Basil fertig gestellte Bildnis all seine Seele annehmen soll und er, Dorian, ewig Jung bleibe.

Dorian verliebt sich in die junge Schauspielerin Sybil Vane und macht ihr einen Heiratsantrag, jedoch ist Dorian eigentlich nur in die Rollen, die Sybil spielt, verliebt und nicht in die wirkliche Sybil. Dies wird Dorian klar, als Sybil bei einer Vorstellung nicht mehr so gut spielt wie zuvor. Er sagt ihr er liebe sie nicht mehr und kurz darauf nimmt Sybil sich vor Trauer das Leben. Dorian ist zunächst geschockt, findet aber durch Worte Lord Henrys Trost. An jenem Abend entdeckt Dorian erste Anzeichen der Veränderung an seinem Gemälde und kann diese nicht glauben. Doch um so mehr Sünden er begeht, um so mehr verändert sich sein Bildnis.

Oscar Wildes Roman „ Das Bildnis des Dorian Gray“ hat auch heute noch ein aktuelles Thema, den Wunsch nach ewiger Jugend. Doch auch Wilde beschrieb, dass die ewige Jugend nicht das wichtigste ist. Zu sehen an Dorians Liebe zu Sybil, die nur auf Ihren Rollen basiert. Auch Wildes Vorstellung der Seele, die wichtiger ist als das gute Aussehen oder die perfekte Rolle. Denn Dorians Seele spiegelt sich in seinem immer hässlicher und älter werdenden Portrait. Je schlimmer seine Taten, um so mehr verändert sich seine Seele, das Bildnis.

Ein Buch das ich wirklich gerne gelesen habe und es auch gerne weiterempfehle.

Annika Ehrich

Vorgestellt von Sebastian Wied

Das Buch beginnt im Atelier des Künstlers Basil Hallward, der Besuch von seinem Freund Lord Henry Wotton, einem bekannten Dandy, hat. Ein Ganzkörperportrait Dorian Grays zieht Lord Henrys Aufmerksamkeit auf sich und Basil beginnt, ihm die Geschichte seiner ersten Begegnung mit Dorian Gray und dessen Auswirkungen auf sein Leben und seine Kunst zu schildern. Kurz darauf lernt Lord Henry den unschuldigen Dorian Gray kennen und offenbart diesem die Vergänglichkeit seiner Jugend und Schönheit. Dorian verflucht daraufhin sein Porträt, welches auf ewig schön bleiben wird und wünscht, dass es an seiner statt altern und für seine Sünden büßen soll. Dorians und Lord Henrys Freundschaft vertieft sich und Lord Henry übt weiter seinen verwerflichen und moralisch fragwürdigen Einfluss. Die beiden werden nun öfter zusammen bei Gesellschaften gesehen, wohingegen Basil nur noch wenig Kontakt zu Dorian hat. Infolge eines Theaterbesuches verliebt sich Dorian in die junge Schauspielerin Sybil Vane und verlobt sich mit ihr. Da sie aber ihre Liebe über die Schauspielkunst stellt und dadurch Dorian enttäuscht, löst er die Verlobung auf, woraufhin sie sich umbringt. Als Dorian von ihrem Freitod erfährt entdeckt er zum ersten Mal die Veränderung in seinem Porträt und erkennt den Zusammenhang. Aus Angst, dass jemand hinter sein Geheimnis kommen könnte, versteckt er das Bildnis in einem ungenutzten Raum seines Anwesens, zu dem nur er Zutritt hat. Nach vielen Jahren, in denen Dorian gleichbleibend schön und jung geblieben ist, während sein Bild immer älter und unansehnlicher wurde, ist er inzwischen vielen Leuten unheimlich und es kursieren verschiedene Gerüchte über ihn und seine unmoralischen Anwandlungen. Basil will unterdessen das Bildnis in Paris ausstellen und möchte es daher von Dorian für ein paar Monate leihen, was dieser ablehnt, ohne die wahren Gründe zu nennen. Als Basil ihm gegenüber äußert, dass er ihn gar nicht mehr kennen würde und nicht in seine Seele sehen könne, zeigt Dorian ihm das veränderte Bildnis und macht ihn und sein Porträt für seinen moralischen und gesellschaftlichen Fall verantwortlich. In einem Anflug von Wut tötet er Basil, beseitigt die Spuren und lässt es so aussehen, als wäre Basil bereits nach Paris gereist. Bei einem Besuch einer Opiumhöhle macht er zufällig James Vane, Sybils Bruder, auf sich aufmerksam, der ihm gegenüber Rache geschworen hat. Dorian kann seiner Ermordung entgehen, indem er James erörtert, dass der Tod seiner Schwester bereits 18 Jahre zurückreicht, Dorian aber immer noch aussieht wie ein Zwanzigjähriger. James wird später versehentlich von Dorians Jagdgesellschaft erschossen. Dorian, der nun von allem erlöst ist, was ihn aus seiner Vergangenheit heimsuchen könnte, will einen anständigeren Weg einschlagen. Er begreift allerdings, dass er niemals seine Seele reinwaschen kann und kann das Bildnis nicht länger ertragen. Mit dem selben Messer, mit dem er auch Basil ermordete, schlitzt er das Bild auf und stirbt dabei selbst. Als man die Tür aufbricht findet man das ein Porträt des jungen, unschuldigen Dorians Gray und davor eine hässliche, alte Gestalt, die nur noch anhand des Schmucks als der wahre Dorian Gray identifiziert werden kann.

Oscar Wilde liefert uns mit seinem einzigen Roman ein moralisches Gedankenspiel der Extraklasse. Wer träumt nicht davon, auf ewig jung und schön zu bleiben? Wahrscheinlich jeder, aber wer hat sich tatsächlich auch Gedanken über die Folgen für den Geist gemacht? Wenn dem Körper weder Drogen noch Sittenverfall etwas anhaben können, wie lange würde man sich dann noch an die gesellschaftlichen Regeln halten? Letztendlich geht es in diesem Buch um die allzeit aktuelle Suche nach der ewigen Jugend und was man bereits ist, dafür in Kauf zu nehmen. Im Falle Dorians war es zu viel, sodass es ihn am Ende verdorben hat.

Vorgestellt von Annika Weigel

Das Buch beginnt im Atelier des Maler Basil Hallward, der ein Portrait in Lebensgröße des jungen und außergewöhnlich schönen Mannes, Namens Dorian Gray malt. Dorain Gray lernt bei Basil Hallward seinen Freund Lord Henry kennen, von dem Dorian sich auch stark beeinflussen lässt. Nach dem kenne lernen mit dem Lord und der Fertigstellung des Portraits hat Dorain nur noch einen Wunsch, er möchte das das Portrait anstatt Ihm altert. Ewige Jugend, sein Traum. Etwas später verliebt er sich in die junge Schauspielerin Sibyle Vane, die er zuvor auch oft in einem kleinen Theater gesehen hat, er tut alles um sie kenne zu lernen. Nach einer Zeit lernen sich sie kennen, und verlobt sich mit Ihr. Er muss jedoch erkennen, dass er sich nicht in Sibyle sondern in Ihre Rolle die sie im Theater hat verliebt hat. Er löst die Verlobung wieder auf, wodrauf hin sich Sibyle aus Verzweiflung das Leben nimmt. Kurz nach dem Tod entdeckt er auch die Veränderung an seinem Portrait, und stellt freudig fest, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist, und das Portrait für Ihn altert. Nach dem er dies bemerkt hat, versteckt er erst mal sein Portrait, damit es niemand sieht. Er genießt es, dass er wegen seinem Jugendlichen Aussehen so bewundert wird, er lebt nun ein luxuriöses Leben, und feiert viel. nach langer Zeit treffen Dorian und Basil aufeinander, Dorian beschließt Basil vom Portrait zu erzählen und zeigt es Ihm schließlich auch. Als er es Basil zeigt, sieht man dort ein entstelltes Portrait. Aus Angst Basil könnte von dem entstellten Portrait in der Öffentlichkeit sprechen, tötet Dorian Ihn. Schließlich ist Dorian mit der ganzen Situation überfordert, er nimmt sich sein Portrait und zerstört es, wodurch er nicht nur das Portrait zerstört, sondern sich dadurch auch tötet, da das Portrait Ihn verkörpert hat. Am Ende wird ein Portrait von einem Jungen schönen Mann gefunden, und daneben liegt ein alter hässlicher Mann, den niemand kennt, er wird an seinem Schmuck als Dorian Gray identifiziert.

Mit seinem einzigen Roman hat uns Oscar Wild und ein Klasse Buch, mit eine Ein Roman der in der heutigen Zeit wohl aktueller denn je ist, und es auch immer bleiben wird. Denn wer von uns möchte nicht für immer Jung uns insbesondere schön sein und bleiben? Ich habe das Buch gerne gelesen, und empfehle es auch gerne weiter.

Annika Weigel 2013

Vorgestellt von David Jacobs

Der Maler Basil Hallward lernt auf einem Empfang den jungen Dorian Gray kennen. Er ist sehr von seiner Schönheit angezogen und lässt ihn Modell für seine Bilder stehen. Er stellt ihm auch Lord Henry Wotton vor, der sich dem Charme des jungen Gray auch nicht entziehen kann. Wotton führt mit Gray auch einige philosophische Gespräche über Jugend, Schönheit und die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Gray steht auch dieses Mal für Hallward Modell. Lord Henry Wotton ist von dem Bild so fasziniert, dass er es unbedingt kaufen möchte, doch es gehört Dorian Gray. Über seine eigene Schönheit und Jugend nachdenkend, wünscht sich Gray dass das Bild an seiner Stelle altern möge, ihm selbst aber ewige Jugend bewahrt bleibe. Dorian nimmt das Bild schließlich mit zu sich nach Hause. Gray kommt eines Abends an einem kleinen Theater vorbei und besucht dort eine Vorstellung von Romeo und Julia. Er verliebte sich sofort in die junge Hauptdarstellerin der Julia Sibyl Vane. Und sie sich in ihn. Er ist fasziniert von ihrem Spiel und besucht jede weitere Vorstellung mit ihr. Eines Abends nimmt er seine beiden Freunde Hallward und Wotton mit. Voll Freude erzählt er ihnen was für eine großartige Schauspielerin sie doch sei. Als sie dann aber auftritt und spielt, macht sie das so schlecht, dass am Schluss nur noch vereinzelte Gäste und Dorian Gray selbst übrig sind. Mit Besorgnis sucht er sie auf und erkundigt sich, ob es ihr nicht gut gehe. Sie aber funkelt ihn mit leuchtenden Augen an, und sagt zu ihm, dass sie durch ihn gelernt habe, was es hieße zu leben. Und das sie deshalb so schlecht gespielt habe, weil sie erkannt habe, dass die Schauspielkunst nicht das wahre Leben sei. In einem Anfall von Wut tritt Dorian Gray auf sie zu und sagt zu ihr, dass er jetzt sehr peinlich berührt vor seinen Freunden dastehe. Außerdem wolle er sie nie wiedersehen, da sie jetzt seine Illusion einer perfekten Schauspielerin zerstört habe. Sibyl fängt an zu weinen und verspricht ihm sich zu bessern, aber davon will Dorian nichts wissen und verlässt das Theater. Zu Hause angekommen, wirft er einen Blick auf sein Bild und muss mit Schrecken feststellen, dass es einen hämischen, fast schon bösartigen Ausdruck angenommen hat. Verstört darüber deckt er es zu. Am nächsten Tag kommt Lord Henry Wotton den Jungen besuchen um ihm mitzuteilen, dass sich Sibyl Vane das Leben genommen habe. Das bestreitet Dorian erst, schenkt ihm dann aber Glauben, als Wotton ihm einen Ausschnitt der Times zeigt, die dies bestätigt. Dorian ist entsetzt und bittet eine Zimmermann kommen zu lassen, der gemeinsam mit seinem Lehrling das Bild in ein abgelegenes Zimmer bringt. Daraufhin beginnt Dorian Gray ein ausschweifendes Leben zu führen. Er sammelt allerlei Kunstobjekte und besucht zwielichtige Kneipen. Gerüchte entstehen, von denen er aber nichts wissen will. Eines Abends sucht ihn sein Freund der Maler Basil Hallward auf und versucht ihm klarzumachen was man in der gehobenen Gesellschaft über ihn denkt. Hallward setzt ihm so zu, dass der junge Gray es nicht mehr aushält. Er fragt Hallward, ob er wissen möchte, warum er so geworden sei? Daraufhin gehen sie beide in das Zimmer mit dem Bildnis und Hallward kann es erst gar nicht glauben. Hallward möchte das Bildnis zerstören. Daraufhin bringt ihn Gray um. Er entsorgt die Leiche mit der Hilfe eines Freundes, der sich mit Chemikalien auskennt und den Gray mit einem Brief bestimmten Inhalts besticht. Es vergeht einige Zeit in der Gray, misstrauisch man könne ihn entdecken, sich bedeckt hält. Eines Abends, Gray ist gerade auf dem Weg in eine Opiumhöhle, lauert ihm der Bruder der verstorbenen Vane auf. Dieser hatte sich geschworen denjenigen umzubringen, der so großes Leid über seine Schwester gebracht hatte. Gray entkommt mit dem Trick seiner Jugend. Der Bruder hält ihn für den Falschen. Eines Tages, Gray und sein Freund Wotton sind auf einer Hasenjagd, wird ein junger Mann erschossen, dem man irrtümlich für den Hasen hielt. Es stellt sich heraus dass es sich bei dem jungen Mann um den Bruder von Sibyl Vane handelt. Dieses Ereignis lässt Gray in tiefe Furcht stürzen, da er jetzt denkt, er würde den Tod anziehen. Er zieht sich auf seinen Landsitz zurück und kommt erst einen Monat später wieder nach London. Dort erzählt er Lord Wotton voller Freude, dass er ein junges Mädchen kennengelernt habe. Sie sei Bäuerin und sie wolle ihn heiraten. Er aber habe abgelehnt und denke jetzt, dass er sich auf dem Weg ein besserer Mensch zu werden befände. Nachdem Lord Henry Wotton gegangen ist, geht Dorian Gray nach oben in den Raum mit dem Bildnis und hofft, dass es jetzt wieder normal sei. Dies ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil, das Bild hat einen noch bösartigeren Ausdruck angenommen. Darauf hin beschließt Gray es zu zerstören, kommt bei dem Versuch aber um, da er schlussendlich sich nur seiner Jugend beraubt und dadurch stirbt.

Auf eindrucksvolle Weise schildert Oscar Wilde das Streben nach ewiger Jugend. Denn wer von uns möchte nicht ewig jung bleiben? Ein Buch das ich sehr gerne gelesen habe und es gerne weiter empfehle.

2012 David Jacobs

Vorgestellt von R. Roth

Dorian Gray, Titelfigur des Romans, wird als außergewöhnlich gut aussehender junger Mann von einem ihn grenzenlos bewundernden Maler portraitiert; selbstverliebt wünscht er sich angesichts des Gemäldes, immer so schön zu bleiben wie auf dem Bild. Als der unermesslich reiche Lebemann eine blutjunge Schauspielerin kennenlernt, verlobt er sich spontan mit ihr, ebenso angetan von ihrer makellosen Schönheit wie von ihrer begeisternden Bühnenkunst. Die Liebe des Mädchens zu ihm, die nun erstmals echt ist, nicht gespielt, wirkt sich verheerend aus, ihr Bühnenauftritt wird zum Desaster, so dilettantisch spielt sie plötzlich. Als Dorian enttäuscht die Verlobung löst, bringt sie sich um. Entsetzt merkt er nun, dass sich die Züge auf dem Gesicht seines Bildnisses verhärtet haben, er versteckt das Bild deshalb, niemand darf es mehr sehen. Sir Henry, sein Freund, gibt ihm ein Buch zu lesen, das den Hedonismus verherrlicht und Moral negiert, Dorian ist wie besessen davon. Der zweiteilig aufgebaute Roman erzählt nun im elften von insgesamt zwanzig Kapiteln im Zeitraffer, wie er sich im Verlauf fast zweier Jahrzehnte allerlei dekadenten Vergnügungen hingegeben hat, das Sammeln kostbarster Gegenstände, eine ausufernde Lust am Genuss, er treibt sich in Opiumhöhlen herum und in Bordellen, ein äußerst lasterhaftes Leben also, welches der Autor nur dezent andeutet, nicht näher ausführt. Dorians Aussehen verändert sich nicht in diesen Jahren, nur sein Abbild auf dem Portrait altert und zeigt unerbittlich alle Spuren seines Lebenswandels. Als der Maler des Bildes ihm ernsthaft ins Gewissen redet, ersticht er ihn im Affekt und sorgt dafür, dass die Leiche spurlos verschwindet. Am Ende des Romans entsagt er der Liebe zu einem Mädchen vom Lande, die er nur ins Verderben stürzen würde, zum ersten Mal tut er also wieder Gutes nach langer Zeit, Sir Henry verspottet ihn deswegen. Dorian will sich ändern, will die schlechte Seele töten, die sein Bildnis ja verkörpert, er sticht mit dem Messer auf die Leinwand ein. Ein Schrei ertönt, sein Diener findet ihn erstochen vor dem unversehrten Gemälde, auf dem er jung und schön aussieht.

Nur 46 Jahre alt wurde Oscar Wilde, in seiner kurzen Schaffenszeit hat der irische Schriftsteller neben vielem Anderen einen einzigen Roman geschrieben, der ihn aber weltberühmt gemacht hat, «Das Bildnis des Dorian Gray». Tragisch bleibt dabei, dass nicht zuletzt dieses Vorwort in einem Prozess wegen Homosexualität zu seiner Verurteilung beitrug. Als er das Zuchthaus nach zwei Jahren verließ, war er gesundheitlich schwer gezeichnet, er starb drei Jahre später in Paris, wohin er sich wegen seiner gesellschaftlichen Ächtung geflüchtet hatte. Sein Roman wird heute in den Kanon von Klassikern der Weltliteratur eingeordnet, man muss ihn einfach gelesen haben, nicht nur weil er erstklassig ist, auch der spektakulären Thematik wegen.

Vorgestellt von Vasiliki Katsioulis

Oscar Wilde ist ein irischer Schrifsteller. Die erste Fassung von seinem einzigen Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist 1890 im Lippincott's Monthly Magazine erschienen.

Der Künstler Basil malt ein Portrait von seinem engen Freund Dorian Gray. Während der anfangs noch unschuldige, minderjährige und schöne Dorian Gray Modell steht, steigt durch die Beeinflussung des Zynikers Lord Henry sein sehnlichster Wunsch nach ewiger Jugend. Als Dorian sich das fertige Bild von Basil anschaut, wird er eifersüchtig auf sein Portrait. Er spricht seinen Wunsch laut aus, dass das Bild für ihn altern soll und er dafür seine Schönheit und Jugend ewig behält. Das Portrait spiegelt seitdem all seine Sünden wieder und fängt an alt und grässlich zu werden, während Dorian selbst jung und schön bleibt. Zuerst schaut er voller Vergnügen zu, wie das Portrait sich verändert und älter wird. Doch dann fängt er an vor dem Bild schreckliche Angst zu bekommen. Er fürchtet sich so sehr davor, dass jemand anderes dieses grauenvoll, hässliche Bild von ihm sehen könnte und sticht dem „Portrait Dorian“ einen Dolch ins Herz um den Fluch zu brechen.

Oscar Wildes Roman kann in drei Abschnitte unterteilt werden. Dadurch hat er einen flüssigen Ablauf geschaffen, weshalb die Geschichte leicht zu lesen und gut zu folgen ist. Im ersten Abschnitt geht es um die Beeinflussung durch Lord Henry. Er ist ein Zyniker der Dorian Gray von seinem Süßen und Unschuldigen rüber zum Selbstverliebten und Grausamen lenkt. Lord Henry ist ein guter und vor allem ein überzeugender Redner. Selbst als Leser muss ich mich vor Lord Henry und seinen Meinungen in Acht nehmen, um ihm nicht zu verfallen und ihm Recht zu geben. In dem zweiten Abschnitt werden dann die folgenden 18 Jahre von Dorian Gray zusammengefasst, was den Vorteil hat, dass das Buch nicht in die Länge gezogen wird, aber der Leser trotzdem noch einen Einblick in die wichtigsten Geschehnisse um Dorian bekommt. Der dritte und somit unser letzter Abschnitt handelt von der Grausamkeit und der Einsicht von Gray. Der Abschnitt hat es nochmal richtig in sich. Dorian sieht dort zwar seine Grausamkeit ein, doch es wird trotzdem noch grässlicher und hässlicher, wenn er sich damit auseinandersetzt. Der Leser wird gepackt und ist gespannt wie er diese Grausamkeit stoppen kann und welchen Preis er dafür zahlt.

Oscar Wilde zeigt uns, dass Schönheit nicht alles ist und einen ins Verderben führen kann. Deutlich macht er dies mit dem von Basil gemalten Portrait. Das Portrait spiegelt die kranke Seele des Dorian Gray wieder. Umso schöner und selbstverliebter er wird, desto hässlicher und kränker wird das Portrait. Durch die innigen und erregten Gefühle, die Basil für Dorian empfindet, greift Oscar Wilde gerade für ihn ein wichtiges Thema auf, die Homosexualität. Er selbst hatte auch eine homosexuelle Neigung, weshalb er 1895 auch zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.

Ein wunderbares Buch, das durch die Themen Schönheit und Homosexualität nicht an Aktualität verloren hat. Beim Lesen werden viele Emotionen geweckt wie Mitleid, Trauer und Betroffenheit, die Dorians Verwandlung von süß und unschuldig zu selbstverliebt und grausam gelten. Es ist spannend, zu verfolgen wie die Schönheit einen von innen heraus verderben kann. Für jeden, der keinen Krimi braucht, um Spannung und Grausamkeit zu haben.

(Vasiliki Katsioulis, 2018)

Ein Kundengespräch - Vorgestellt von Raya Wegner

„Schönen guten Morgen, kann ich Ihnen behilflich sein?“

„Ja sehr gerne sogar, ich suche für meinen Enkel ein kleines Geschenk zum bestanden Abitur. Ein Buch, welches nicht nur unterhält sondern auch lehrreich für Ihn ist“

„Da habe ich glaube ich genau das richtige für Sie!“

„Das Bildnis des Dorian Grey von Oscar Wilde, das sagt mir etwas, aber ich komme nicht direkt darauf woher“

„Das Bildnis des Dorian Grey ist ein Klassiker geworden und hat damals, im späten 19 Jahrhundert, für einiges Aufsehen gesorgt, da der Roman als sehr anrüchig galt und gegen Wilde selbst auch Unzuchtsprozesse geführt wurden.“

„Na, ich weiß ja nicht ob das für meinen Enkel das richtige ist, ich möchte Ihn ja nicht schockieren, das seine Oma Ihn so ein skandalöses Werk schenkt.“

„Keine Sorge so schlimm wie es sich anhört ist es nicht, es war nur nach damaligen Verhältnissen recht gewagt. Heute ist man da ja viel augeschlossener und vortschrittlicher.“

„Das beruhigt mich ja schon aber worin geht es in dem Buch nun?“

„Er geht um einen wunderschönen jungen Mann, Dorian Grey. Dieser zieht nach dem Tod seines grausamen Großvaters Kolso nach London in seine geerbte Stadtresidenz. Dorian schließt schnell Freundschaft mit dem begabten Maler Basil Hallward. Der von dem jungen unerfahrenen Dorian so begeistert ist, das er von nun an als seine Inspirationsquelle und liebstes Modell gilt. Eines Tages als Dorian Grey für Basil Modell steht, ist Lord Henry Wotton, ein Dandy und Freund des Malers auch im Atelier, mit seinen philosophischen Reden über das Leben und Ihre vermeidlichen Sünden, zieht er Dorian schnell in seinen Bann. Auch wenn Basil Hallward davon gar nicht angetan ist, da er fürchtet Lord Henry würde seinen naiven hübschen Freund in Versuchung zu allerlei Sünden führen und so kommt es dann auch. Basil stellt sein Meisterwerk, ein Portät Dorians seinen beiden Freunden vor. In diesem Moment erkennt Dorian erst seine eigene Schönheit und unter Einfluss von Lord Henrys Reden begreift er das seine Schönheit auch allzu vergänglich ist. So ruft er unter tiefer Bestürzung und Eifersucht auf das Bildnis aus, dass er alles dafür geben würde, wenn er nur immer so schön bleiben könnte wie zu diesem Zeitpunkt und an seiner statt das Porträt altern würde, dafür würde er sogar seine Seele geben. Und so kommt es dann auch, Lord Henry ist von dem jungen Mann so angetan, dass er beschließt Dorian nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen. Diese kommen aber erst zum Vorschein als Dorian Grey in einem kleinen drittklassigen Theater Sibyl Vane kennenlernt. Er ist von Ihrer Schönheit und Ihrer Schauspielkünst so gefesselt, dass er sich in die 17-jährige verliebt. Dorian teilt seinen Freunden freudig von seiner Verliebtheit mit, doch Lord Henry hat nur böse zynische Bermerkungen für den jungen Mann übrig. Aus Trotz verlobt sich Dorian mit bürgerlichen Sibyl Vane. Doch dieses endet bald tragisch, denn in Ihrer Liebe zu Dorian, kann Sibyl die Gefühle im Schauspielstück nur noch gekünstelt vorführen und Dorian ist tief beschämt vor seinen Freunden. Er wirft Sibyl aus Zorn Gemeinheiten an den Kopf und verschmäht Ihre Liebe. An diesem Abend bemerkt er das erste Mal, dass sich sein Portät verändert hat, Grausamkeit liegt nun in seinen Zügen. Am nächsten Morgen erfährt er von Lord Henry das Sibyl Selbstmord begangen hat, seine Gefühle wollen Ihn zerreißen, jedoch redet Henry Wotton Ihm zu das alles gar nicht seine Schuld ist und Ihr Freitod eine schöne Parodie auf Dorian selbst ist. Dorian sieht ein, dass Henry recht hat und beschließt sein verändertes Bildnis zu verstecken. Die Jahre vergehen und außerlich ändert sich Dorian kein bisschen, er ist immer noch jung und wunderschön, aber sein Porträt zeigt sein wahres Gesicht und alle seine Sünden die er begeht. Als die Gesellschaft beginnt Ihn zu meiden, da er nur Böses hervorbringt, versucht sein früherer Freund Basil Hallward ihm ins Gewissen zu reden. Doch Dorian steht zu sehr unter Einfluss Lord Henrys und gibt Basil die Schuld an seinem Leben, da der Maler das verhängnissvolle Porträt gemalt hat. Als Dorian seinem ehemaligen Freund das grausame Bildnis zeigt, versucht tief getroffen Basil Dorians Seele noch zu retten. Aus Wut tötet Dorian Basil Wallward und lässt unter Erpressung eines jungen Chemikers seine Leiche verschwinden. Dieser Mord ist der Anfang des Wahnsinns, dem Dorian mehr und mehr verfällt. Als er seine Sinne in einer Opiumhöhle betäuben möchte spürt Ihn James Vane, Sibyls Bruder auf und möchte Ihn töten, doch Dorian täuscht Ihn mit seinem jugendlichen Aussehen. James gelangt aber bald durch den Hinweis einer Hure hinter Dorians Trick und verfolgt Ihn. Durch Zufall wird James Vane bei der Treibjagd auf Dorians Landgut getötet. Dieses erschreckt Dorian so sehr, das er von an Besserung gelobt und sogar Lord Henry verucht davon zu erzählen, dass er Basil umgebracht hat, dieser glaubt Ihm nicht und sagt das nur die Arbeiterklasse einen Mord begehen kann. Auf einem Spaziergang begreift Dorian, dass nichts Ihn reinwaschen kann und beschließt das Bildnis seiner Seele mit dem Mordmesser an Basil Hallward zu töten. Als die Dienstboten die Tür aufbrechen finden Sie einen toten hässlichen alten Mann, der vor dem wunderschönen unversehrten Bildnis des Dorian Grey liegt. Ich persönlich denke, dass dieses Buch für Ihren Enkel genau das Richtige ist, er zeigt auf wie schnell man als junger Mensch unter Einfluss der falschen Menschen Schreckliches begehen kann. Aber auch das Jugend nur etwas wert ist, wenn Sie auch vergänglich bleibt und je fester man versucht Sie zu halten, desto mehr beschädigt man Sie. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und grade für junge Menschen, die Ihren eigenen Weg gehen möchten, empfinde ich es als sehr lehrreich und als ein außergewöhnliches und immer noch aktuelles Werk.“

„Vielen Dank, ich denke auch das es für meinen Enkel genau das Richtige, für seinen eigenen Lebensweg ist. Könnten Sie es mir als Geschenk einpacken?“

„Das mache ich gerne!“

Raya Wegner 2019

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