Das Erbe der Elfen

Vorgestellt von Janina Clasen


»Das ist kein Kind«, wiederholte die Stimme. »Das ist die Flamme, die Weiße Flamme, an der die Welt Feuer fangen und verbrennen wird. Das ist das Ältere Blut, Hen Ichaer. Elfenblut. Das Samenkorn, das nicht keimen wird, sondern in Flammen ausbrechen. Das Blut, das geschändet wird … Wenn Tedd Deireádh kommt, die Zeit des Endes.«
Seite 1091

Mit dieser Prophezeiung beginnt die Geschichte von Geralt und Ciri.

Ciri oder auch Cirilla genannt, ist die verschollene Thronerbin von Cintra. Cintra wurde von den Nilfgaardern überfallen und Ciris ganze Familie wurde von ihnen abgeschlachtet.

Das Buch beginnt auf dem Hauptsitz der Hexer, wo die junge Ciri, die durch Vorherbestimmung mit dem Hexer Geralt verbunden ist, ausgebildet werden soll. Hexer werden ausgebildet und sowohl körperlich als auch geistig optimiert. Dies ist nötig um ihre Aufgabe, nämlich den Kampf gegen Monster und Bestien, zu bewältigen. Jedoch funktioniert die Ausbildung nicht so recht, da Ciris Befähigung zur Magie immer wieder hervorbricht. Sie wird immer wieder von unbekannten Mächten als Medium benutzt. Sie muss ordentlich in der Zauberei unterrichtet werden, damit sie keine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt. Doch es ist nicht so einfach Ciri zu einer Schule für Zauberei zu schaffen, da sie sowohl von den bösen Nilfgaardern gejagt, als auch von den hiesigen Herrschern gesucht wird. Sie alle wollen Ciri auf die verschiedensten Arten benutzen, um an mehr Macht zu gelangen.

Die Bücher der Geralt von Riva Reihe dienen als Vorlage für die Preisgekrönte Videospiel-Reihe The Witcher. Es ist derzeit eines der bekanntesten RPG-Games und ich kam zum Beispiel erst durch die Spiele zu den Büchern. Die Reihe wurde schnell zu einer meiner Lieblings Fantasy-Reihen. Das Erbe der Elfen ist der erste Teil einer fesselnden Reihe. Die Bücher sind alle eher düster, doch die Menschen in der Geschichte sind immer relativ unbekümmert und nehmen die Welt einfach so hin wie sie ist. Die Charaktere im Buch sind nicht einfach nur Gut oder nur Böse. Sie bewegen sich immer in einer Grauzone. Meistens sind sie zwar die guten, doch ab und zu sind sie auch die bösen. Die Helden der Reihe sind nicht perfekt wie in manch anderen Reihen. Sie sind einfach Menschen, die in einer düsteren Welt zu überleben versuchen. Manchmal machen sie Fehler oder treffen falsche Entscheidungen, doch all dies macht sie meiner Meinung nach nur sympathischer und lässt sie echter wirken. Der Autor hat zudem einen guten Stil und schreibt oft sehr unterhaltsame Dialoge. Was mich jedoch gestört hatte, war wenn der Autor in Dialogen, in die Elfensprache wechselte und der Leser nicht verstehen konnte, worum es darin ging und es auch nicht erklärt wurde.

Quelle:
  1. Das Erbe der Elfen, Andrzej Sapkowski; dtv Verlag; München 2008; 9783423247542
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