Isabel Allende: Das Geisterhaus

Isabel Allende wird am 2. August 1942 in Lima (Peru) als Diplomatentochter geboren und wächst mehrsprachig auf.

Sie ist die Nichte des Präsidenten Salvador Allende. Nach dessen Ermordung 1973 engagiert sie sich zunächst in Chile politisch, 1975 geht sie ins Exil nach Caracas, heute lebt sie in Kalifornien. Das Geisterhaus erscheint 1982 und wird fast sofort ein Welterfolg.

Weil sie ihren Großvater, der im Sterben liegt, nicht besuchen darf, beginnt sie einen Brief an ihn zu schreiben, der ihr später als Romanvorlage dient. Der Roman ist über 51 Millionen Mal verkauft und in 37 Sprachen übersetzt worden.

Zum Inhalt:

Die Familiensaga handelt von den Familien del Valle und Trueba und erzählt über vier Generationen Familiengeschichte und zugleich die politische Geschichte Chiles zwischen 1930 und 1980.

Das Familienoberhaupt Esteban Trueba arbeitet sich vom Minenarbeiter zum Gutsherren hoch, er heiratet die hellseherisch veranlagte Clara, bekommt mit ihr 3 Kinder und engagiert sich als konservativer Politiker. Später rebelliert seine Enkelin, indem sie die Geliebte eines Guerillaskämpfers wird und sein Sohn bei einem Militärputsch stirbt.

Meine Meinung:

Isabel Allende ist es in diesem Roman gelungen politische als auch persönliche Geschichte in einem fantasievollen Familienroman zu verbinden.

Ich fand es toll, wie die einzelnen Charaktere beschrieben wurden.

Wunderbar geschrieben, mit feinem Gespür für das Sinnliche im Leben, ebenso mit einer gekonnten Art, auch schwierige Momente des Lebens gut in die Szene zu setzen.

Auch ohne Kenntnisse der chilenischen Geschichte konnte ich die politische Entwicklung des Landes deshalb gut nachvollziehen.

                                   Isabell Stademann 2015
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