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Carson McCuller: Das Herz ist ein einsamer Jäger

Carson McCullers Roman spielt in einer Kleinstadt in den Südstaaten der dreißiger Jahre. Sie erzählt von vier einsamen Personen die in dem Taubstummen Mr. Singer einen Freund finden. Alle vier fühlen sich von Singer verstanden und ein jeder sieht in so, wie er es gerne hätte. Singer jedoch versteht das Verhalten seiner Bekannten kaum. Dennoch schätzt er ihre Besuche, denn auch er fühlt sich sehr einsam, seit sein ebenfalls taubstummer Freund Antonapoulos in die Psychiatrie eingeliefert wurde.
Seine vier Bekannten Mick Kelley, Biff Brannon, Jake Blount und Dr. Copeland erzählen Singer alles. Ihre Träume, Sehnsüchte und ihre kleinen Fehler und Sünden. Singer dagegen bleibt den Vieren, so wie auch dem Leser bis zum Schluss ein Rätsel. Er denkt ständig an seinen Freund Antonapoulos, den er aufrichtig liebt und für den er alles nur erdenkliche tut. Der jedoch scheint sich nicht wirklich für Singer zu interessieren.
Mick befindet sich in der schwierigen Phase zum Erwachsenenalter und träumt davon eines Tages große Kompositionen zu schreiben.
Blount möchte alle Menschen über die korrupte Regierung aufklären und für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen kämpfen.
Dr. Copeland möchte mehr Rechte für die Schwarzen erwirken und jedes Unrecht gegen Schwarze bekämpfen.
Biff denkt über sein Leben und das der anderen nach. Besonders interessiert ihn Mick.
Den ganzen Roman über dachte ich das Singer die Vier irgendwie zusammen bringen würde. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Nachdem Singer erfährt das Antonapoulos tot ist, nimmt er sich das Leben und seine vier Freunde sind wieder allein und ziehen sich zurück.

Carson McCullers schafft in ihrem Roman, trotz der glühenden Hitze, eine dunkle und melancholische Atmosphäre. Sie beschreibt den Alltag der Menschen die mehr oder weniger in Armut leben. Die Trennung der Rassen ist ebenfalls ein vorherrschendes Thema. Die Autorin kritisiert die gesellschaftliche Apathie, das bloße Zuschauen , das nichts ändert. Sie geht in die Tiefe, zeigt menschliche Abgründe, aber auch Träume und Hoffnungen auf.

Annika Kreusel, 23.02.2014, 20:11

Vorgestellt von Livia Fox

Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin,
im Folgenden möchte ich Ihnen einen persönlichen Favoriten vorstellen.
Ein Roman aus dem Jahre 1940, der ein faszinierendes Gefühl von Verzweiflung aufbringt. John Singer, unser taubstummer Protagonist, zeigt von Anfang an eine Art Abhängigkeit von seinem ebenfalls taubstummen Freund Spiros Antonapoulos, welche auch im weiteren Verlauf thematisiert wird. Jegliche Charaktere, die wir in diesem Werk kennenlernen, haben ähnlich ungesunde und verflochtene Beziehungen. Singer agiert als neutraler Treffpunkt

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