Wsewolod Garschin: Das Signal

Vorgestellt von Cosmica Falldorf


Schwermut, Melancholie und allgemein eine schlechte psychische Verfassung. Damit musste der Autor Wsewolod Garschin nach seiner Zeit im Krieg 1877\1878 Leben.
Nachdem er aus dem Militär entlassen wurde, arbeitete Wsewolod in der Eisenbahnverwaltung. „Das Signal“ entstand 1887, also nach seiner Zeit im Krieg. Seine Empfindungen scheinen die Erzählung von Anfang an zu begleiten. Es ist keine fröhliche Geschichte und auch wenn sie ein recht gutes Ende hat, bleibt der Leser mit einem beklemmenden Gefühl zurück.

Der Text handelt von dem Bahnwärter Ssemjon Iwanow. Er kam mit einigen Körperlichen Schwierigkeiten aus dem krieg zurück. Auf der Suche nach Arbeit, die nicht mit ganz so schwerer körperliche Betätigung zu tun hatte, fand er bei einem alten Bekannten aus der Kriegszeit Unterkunft und Beschäftigung. Einige Monate später lernt Ssemjon seine Nachbarn kennen. Einer war Wassili. Ein Mann der von Grund auf Pessimistisch zu sein schien. Wassili redete über andere Menschen von Anfang an als wären sie etwas Böses, etwas das ihn daran hinderte zu leben wie er es gerne würde. Kurze Zeit später gerät der Nachbar mit seinen Vorgesetzten aneinander. Ssemjon beobachtet das Ganze und versucht Wassili vor weiteren Fehlern zu bewahren. Daraufhin verreist dieser auf der Suche nach seinem „Recht“. Als er nicht findet was er gesucht hat, kommt er zurück und sabotiert die schienen um einen Zug entgleisen zu lassen. Ssenjon erwischt ihn dabei und Wassili flüchtet. Ssenjon tränkt ein zuvor weißes Tuch in seinem Blut und bindet es an einen Stock, um mit diesem Signal den Passagierzug zum Anhalten zu bewegen. Aufgrund des Blutverlustes verliert er allerdings das Bewusstsein und als man schon glaubt alles sei verloren, kommt Wassili zurück und hält das Tuch hoch. Der Zug hält rechtzeitig an und der Täter stellt sich.

Erlebnisse verändern einen Menschen auf die eine oder andere Weise. Ssemjon der im Krieg gewesen ist und sehr viel Schlimmes im Leben gesehen und mitgemacht hat ist dennoch sehr positiv auf die Welt eingestellt. Wassilli ist von der Einstellung her das genaue Gegenteil. Wir erfahren über seine Vergangenheit so gut wie nichts, aber seine Äußerungen über die Menschen und seine Anschließenden taten lassen vermuten, das auch er viel Leid erfahren hat.

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