Janne Teller-Nichts

Ein Buch voller Grausamkeit & Wahrheit. Ein Buch, was vielen zu denken geben sollte. Ein Buch, das einen verändern kann. Janne Teller hat mit ihrem Roman Nichts, ein so tiefgründiges Werk heraus gebracht, dass es vielen den Atem verschlagen dürfte. Mit grausamen, brutalen und philosophischen Aspekten, stellt sie eine Reihe Kinder vor, die den Sinn des Lebens begreifen wollen. Zudem sei gesagt, dass dieses Buch kein normaler Roman ist, sondern ein Jugendbuch, was selbst so manchen Erwachsenen zum Grübeln und Ekeln bringen sollte.

Janne Teller ist eine dänische Schriftstellerin, die in Kopenhagen 1964 geboren wurde. Sie erregte mit ihrem Roman Nichts (auf Dänisch Intet) großes Aufsehen. Sie war von 1988 bis 1995 für die EU und für die UNO als Beraterin tätig, bis sie 1995 den Weg zur Schriftstellerin einschlug.

Die Sinnlosigkeit des Lebens

Alles beginnt an einem warmen Sommertag, wo ein Junge namens Pirre Anton sich von seinen Stuhl erhebt und laut seine Meinung kund tut. Er spricht zu seinen Klassenkameraden/innen mit solch einer Überzeugung, dass es vollkommen sinnlos sei zur Schule zu gehen und irgendwas für seine Zukunft zu planen, da sowieso alles umsonst sei. Er sagt, dass wir aus dem Nichts kommen und auch dort wieder hingehen, ohne etwas in diesem Leben von Bedeutung erschaffen zu haben, denn niemand wird sich je an einen erinnern. Als er diesen Satz beendete, ging er lautlos zur Tür hinaus und kam seit diesem Tag nicht mehr in die Schule. Doch wusste Per nicht, was er mit seinen Worten bei seinen Klassenkameraden für Schaden anrichtete, denn diese sahen es nun als Aufgabe, Per vom Gegenteil zu überzeugen. Also machten sie sich ans Werk, Dinge in deren Leben zu finden, die für die jeweiligen Personen von Bedeutung waren. Beginnend mit ganz harmlosen Spielsachen werden die Objekte der Kinder von Mal zu Mal brutaler und grausamer, da sie Dinge suchten die noch mehr Gewicht/Bedeutung in ihren Leben hatten. So kommt es, dass eines der Kinder seinen eigenen Hund köpft, oder einer seine beerdigte kleine Schwester ausgräbt, um diese zu präsentieren. Später jedoch arten die Dinge völlig aus und es kommt, wie es kommen muss.

Die Philosophie die hinter diesen Jugendbuch steckt dürfte für jeden eine andere sein. Gewisse Ereignisse sind in diesem Buch schwer zu verarbeiten, geschweige denn zu verstehen. Der Stoff und die Überlieferung die uns Janne Teller mit diesem Werk übermitteln will, grenzt schon fast an Perversität und ist auf eine verstörende Art und Weise auch vollkommen logisch, da man sich vielleicht selber die Frage stellen sollte, wie weit man gehen würde, um etwas Bedeutungsvolles in dieser Welt zu hinterlassen. Teller hat nicht ohne Grund Kindern die Rolle der Suchenden zugeteilt. Kinder haben ein viel intensiveres und ausgeprägtes Gefühl für solch eine Art von Gedankengang, da der Wissensdurst nie völlig erlischt.

L. Lausen

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